Solitäre Kurzzeitpflege

Wir unterstützen Kommunen bei der Schaffung von solitären Kurzzeitpflegeeinrichtungen und Klinikträger bei der Transformation nicht mehr priorisierter Krankenhausstandorte zu regionalen, sektorenübergreifenden Versorgungszentren.

Solitäre Kurzzeitpflege - Versorgungsangebot für pflegerische Akutsituationen



Die aktuellen Entwicklungen in der Pflege zeigen deutlich: Das zentrale Problem liegt nicht primär in der Finanzierung, sondern in der demografischen Entwicklung und dem zunehmenden Fachkräftemangel. Vor diesem Hintergrund wird immer klarer, dass die klassische stationäre Dauerpflege nicht die Lösung der Zukunft ist, sondern zunehmend selbst zum strukturellen Problem wird. Sie bindet überproportional viele Fachkräfte, verursacht die höchsten Kosten im System und entspricht gleichzeitig immer weniger dem Wunsch der Menschen, im eigenen Zuhause versorgt zu werden.


Eine zukunftsfähige Versorgungsstruktur muss konsequent auf die Stärkung der häuslichen Pflege ausgerichtet sein. Dies gelingt nur durch den systematischen Ausbau unterstützender Angebote wie Tagespflege, Kurzzeitpflege und ambulanter Versorgung. Diese Strukturen stabilisieren die Pflege im häuslichen Umfeld, entlasten Angehörige und verbessern die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Gleichzeitig ermöglichen sie eine deutlich effizientere Nutzung der vorhandenen Fachkräfte. Dieser Ansatz entspricht den zentralen Zielsetzungen der Fach-Arbeitsgruppen „Versorgung“ und „Finanzierung“ im Rahmen des Zukunftspakts Pflege.


Entscheidenden Einfluss auf das Gelingen hat dabei die solitäre Kurzzeitpflege. Als niederschwelliger, kurzfristig verfügbarer Versorgungsbaustein stabilisiert sie die häusliche Versorgung insbesondere in Krisensituationen – etwa beim Ausfall der Hauptpflegeperson durch Krankheit oder Urlaub sowie bei vorübergehend erhöhtem Pflegebedarf. Darüber hinaus leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Entlastung akutstationärer Klinikbetten.


Wir entwickeln Konzepte für solitäre, rehabilitativ ausgerichtete Kurzzeitpflegeeinrichtungen unter Berücksichtigung der jeweiligen regionalen Infrastruktur. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Klinikstandorten, die im Zuge der Krankenhausreform an Bedeutung verlieren. Diese Standorte können durch eine gezielte Umnutzung einer nachhaltigen und sozial sinnvollen Nachnutzung zugeführt werden. Bestehende Infrastruktur, medizinische Anbindung sowie geeignete räumliche Voraussetzungen bieten hierfür optimale Bedingungen für eine wirtschaftliche und zügige Umsetzung.


Darüber hinaus können solitäre Kurzzeitpflegeeinrichtungen auch unabhängig von Klinikstandorten als eigenständige Versorgungsbausteine etabliert werden – beispielsweise integriert in regionale sektorenübergreifende Gesundheitszentren (z. B. Ärztehäuser) oder in Kombination mit Tagespflegeangeboten innerhalb größerer Seniorenwohnprojekte. Auf diese Weise entsteht ein flexibles und skalierbares Versorgungsmodell, das sich bedarfsgerecht sowohl in ländlichen Räumen als auch in Mittel- und Oberzentren implementieren lässt.


Wenn Sie mehr dazu wissen wollen, dann lesen Sie unser Papier "Systemhebel Kurzzeitpflege"